Lasertherapie beim eosinphilen Granulom Komplex der Katze
Hintergrund
Viele Katzen leiden unter den verschiedenen Ausprägungen des eosinophilen Granulom Komplexes.
Die Ätiologie dieses Reaktionsmusters der Haut von Katzen ist bis heute nicht vollständig geklärt. Meist wird von einer allergischen Genese ausgegangen. Es werden jedoch auch genetische, infektiöse und/oder psychogene Faktoren vermutet. Aufrechterhaltung der Entzündung (nach Abheilen der Grundursache) durch Selbsttrauma und Auto-Antigene wird diskutiert.
Die Standardtherapie, neben einer Allergieaufarbeitung, besteht zurzeit aus Glukokortikoiden.
Schwierigkeiten dabei sind:
- - Ausschlussdiäten bei Katzen sind oft schwierig (Freigänger, Feinschmecker)
- - Potentielle Nebenwirkungen wie Diabetes bei längerer Gabe von Glukokortikoiden, besonders bei Depotspritzen.
- - Schwierigkeiten bei der Tablettengabe
Ziel der Studie
Die Lasertherapie wurde in einzelnen Fällen von eosinophilem Granulom schon sehr erfolgreich eingesetzt.
Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit der Lasertherapie im Vergleich zur Kortisontherapie in Bezug auf Abheilung, Rezidivrate, Nebenwirkungen und Lebensqualitätsgewinn für Tier und Besitzer zu erforschen.

- Indolenter Ulkus der Lippe

- Lineares Granulom der hinteren Oberschenkel
Potentielle Vorteile der Lasertherapie sind:
- - steriles Wundbett (Vorteil bei infektiösen, neoplastischen Läsionen)
- - Tiere erscheinen nach dem Lasern schmerz- und juckreizfrei
- - Einmalige Behandlung, keine Tablettengabe
- - Wenige Nebenwirkungen, da keine Dauertherapie
Sollten Sie Interesse an der Studie haben, würden wir freuen, wenn Sie den Kontakt zu uns aufnehmen

- Perianalfisteln
Trichuris-suis-Therapie bei Hunden mit Perianalfisteln
Perianalfisteln bei Hunden ist eine chronisch fortschreitende, entzündliche Erkrankung des Perianalbereiches, von der vor allem Deutsche Schäferhunde betroffen sind. Die Ursache der Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt. Sicherlich ist bei der Entstehung der Fisteln aber eine Fehlfunktion des Immunsystems beteiligt, da die erkrankten Tiere auf immunsupressive Therapieformen ansprechen.
In dieser Studie soll nun die immunmodulatorische Wirkung von Larven des Trichuris-suis-Wurmes (Schweinepeitschenwurm) auf den Verlauf der Heilung bei Perianalfisteln beim Hund erforscht werden. Nach bisherigen wissenschaftlichen Beobachtungen beim Menschen bewirkt die Anwesenheit des Trichuris-suis im Körper die Rückgewinnung der Balance des Immunsystems zwischen Abwehr und Toleranz und damit eine Verbesserung der klinischen Symptome.
Wie läuft die Studie ab?
Die teilnehmenden Hunde bekommen über 12 Wochen alle zwei Wochen Eier des Trichuris-suis-Wurmes oral verabreicht. Diese Parasitenart entwickelt sich nur im Schweinedarm bis zum Erwachsenenstadium, bei Hunden (wie auch beim Menschen) werden die sich entwickelndenLarven nicht geschlechtsreif und können sich nicht fortpflanzen, sondern sterben nach etwa zwei Wochen ab und werden mit dem Kot ausgeschieden, ohne Nebenwirkungen zu verursachen. Zu Beginn der Studie und nach 3 Monaten entnehmen wir zusätzlich Blut und wenn möglich eine Schleimhautbiopsie.
Bereits wegen den Perianalfisteln vorbehandelte Hunde können ihre bisherigen Medikamente weiterhin bekommen, es wird allerdings versucht, die Dosis zu verringern, um festzustellen, ob die Würmer eine erfolgreiche Behandlung darstellen
Ihr Vorteil:
- Kostenlose Untersuchung einer Sammelkotprobe vor Eintritt in die Studie
- Die Kosten für die vier monatlichen Kontrollterminen mit jeweils einerAllgemeinuntersuchung, einer dermatologischen Untersuchung sowie einer rektalen Untersuchung werden im Rahmen der Studie von der Abteilung für Dermatologie übernommen
- Die Gabe der oralen Trichuris-suis-Lösung ist während der Studiendauer kostenlos
- Sollte sich die in den bisherigen Studien der Humanmedizin festgestellte Wirksamkeit und die gute Verträglichkeit bestätigen, wäre eine Therapie mit Wurmeiern eine mögliche Alternative zu einer nebenwirkungsträchtigen Behandlung mit den sonst üblichen Immunsuppressiva.
Interesse oder Fragen? Sprechen sie uns an!
Ihr Ansprechpartner
Tierärztin Susanne Edhofer (Doktorandin)
E-mail: s.edhofer@medizinische-kleintierklinik.de
Handy: 0176 / 18828891
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